US-Expertin prophezeit Krise der Waffenkontrolle

Ihrer Meinung nach würde der US-Ausstieg eine Reihe negativer Konsequenzen nicht nur für Washington, sondern auch für Russland, Europa und die Welt zur Folge haben.

Mehr zum Thema: Russischer EU-Botschafter mahnt Europa vor Wiederholung von „Alpträumen”>>>

Unter anderem bereite es das Risiko eines „aufwändigen und gefährlichen Wettrüstens“ und somit einer Nukleareskalation wegen der erhöhten Gefahr einer Fehlkalkulation oder eines Unfalls.

„Wenn sich die Situation weiter in diese Richtung entwickelt, werden wir wahrscheinlich in den nächsten fünf Jahren eine ernsthafte Krise auf dem Gebiet der Rüstungskontrolle und später auf dem Gebiet der globalen Sicherheit erleben“, verlautbarte Holgate.

Die Expertin wies darauf hin, dass der Austritt aus dem INF-Vertrag und mögliche nachfolgende Schritte Washingtons nicht nur eine Antwort von Moskau provozieren, sondern auch die US-Alliierten spalten könnten.

„Wenn die USA die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Europa anbieten würden, würde dies die Nato spalten und für Russland einen Anreiz schaffen, darauf mit eigenen Raketen zu reagieren“, fügte Holgate hinzu.

Am 20. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Kurz- und Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) angekündigt. Der INF-Vertrag war 1987 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet worden und 1988 in Kraft getreten. Demnach hatten sich die Parteien verpflichtet, alle Flugkörper mittlerer und kürzerer Reichweite (von 500 bis 5500 Kilometern) zu vernichten.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *