„Ambivalenz und fehlende Logik“: Russischer Politiker zu Poroschenkos Erklärung

Laut Bespalko versucht Poroschenko vor der bevorstehenden Präsidentschaftswahl zu punkten, dieses Vorgehen spiegelt aber „die Ambivalenz und die fehlende Logik“ der ukrainischen Politik wider.  

„Wenn die Ukraine sich dafür einsetzt, die Zusammenarbeit mit Gazprom komplett abzubrechen, wenn das Land auf den Einkauf von Erdgas bei dem russischen Unternehmen vor einigen Jahren demonstrativ verzichtet sowie es in Europa auf der Basis des Reverse-Schemas gekauft hat, warum soll ein steigender Gastransit durch andere Routen sie (die Ukraine – Anm. d. Red.) irritieren?“, fragte der russische Politiker.

Natürlich wolle sich Russland vor einem unsicheren Transitland schützen, wie es die Ukraine sei, sagte Bespalko.   

Der Politiker fügte hinzu, die Risiken der Partnerschaft mit der Ukraine würden nicht nur mögliche Versuche der ukrainischen Regierung, für die europäischen Verbraucher bestimmtes Erdgas illegal zu entnehmen, sondern auch die extreme Abnutzung des ukrainischen Gastransportsystems beinhalten.    

„Die ukrainischen Spezialisten sind selbst der Meinung, einige Leitungsabschnitte könne man schon in diesem oder im nächsten Jahr ohne Sorgen verschrotten. Deshalb ist das ganze Gerede über das Projekt „Nord Stream — 2“ und über den Gastransit insgesamt nicht wirtschaftlicher, sondern politischer Natur. In der Ukraine dominiert die Politik und sie dominiert zulasten der Wirtschaft“, betonte der russische Politiker.        

Zuvor hatte Poroschenko die Anhänger der Gaspipeline „Nord Stream – 2“ als „Komplizen Russlands in seinem Hybridkrieg“ bezeichnet.

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